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Dörnigheimer Dialekt: H-R
A-G // S- Z

- Haamduchser: heimtückischer Geselle, Quelle: Birgit
Zeitler
- Haggelscher: Zähne, Quelle: Birgit Zeitler
- Hahne: Hanau
- halber aans: halb eins, Quelle: Birgit Zeitler
- Halles: Aufruhr, Quelle: Birgit Zeitler
- Halligalli: große freudige Aufregung wie auf einem
Volksfest
- Hannebambel: einfältiger Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
- Hannjeh: Person die man ausnutzen kann (Ich bin doch net
euern Hannjeh!), Quelle: Birgit Zeitler
- Hardekuche: Frankfurter Gebäck, schmeckt ein bisschen
weihnachtlich, gibts aber das ganze Jahr über beim "Bretzelbub",
Quelle: Birgit Zeitler
- Hasebrot: Wieder mit heimgebrachte Brotreste, Quelle:
Birgit Zeitler
- heckele: (Garten)beet mit Hacke auflockern, Quelle: Birgit
Zeitler
- Hegge: "in de Hegge" oder "hinner de Hegge wohne", auf dem
Land leben, vorzugsweise im Hintertaunus, Quelle: Birgit Zeitler
- Herzbennel: "sich de Herzbennel abrenne", sich sehr
beeilen, Quelle: Birgit Zeitler
- Heulsus: weinerliches Kind, weinerliches Mädchen
- Hibbdebach: Begriff aus Frankfurt und meint die Frankfurter
Seite des Mains (Kannte ich als Kind nicht)
- Hiedrabreet: Tablett (Hintragebrett). Quelle: Astrid
Schulze, Wachenbuchen
- higgele: auf einem Bein hüpfen, Quelle: Birgit Zeitler
- Hinkel: Hühner
- hinnehie: hintenhin, Quelle: Birgit Zeitler
- hinnenaach: hinterher (geh ma liewer aus dere grell Sonn
ennaus, hinnenaach, biste widder am rumlammediern!), Quelle: Birgit
Zeitler
- hinnenaus: nach hinten, z. B. hinten im Garten, Quelle:
Birgit Zeitler
- hinnerumhewe: Du kannst mich ema hinnerumhewe/Du kannst mer
ma schee die Ruh, Quelle: Birgit Zeitler
lasse = Nein, das werde ich nicht für dich tun!
- hinzus: Hinweg. Beispiel: Hinzus gings die gans Zeit
berchuff awwer (Auf dem Hinweg ging es die ganze Zeit bergauf)
- hochbaanisch: "hochbeinig", gross, Quelle: Birgit Zeitler
- Hochsaascher: Snob, Angeber, Prahlhans, Quelle: Birgit
Zeitler
- hocke bleiwe: in der Schule sitzen bleiben, aufgrund
mangelnder Leistungen ein Schuljahr wiederholen.
- Horsch emah: höre einmal hin
- Hottentotten: wie bei de Hottetotten = große
Unordnung. Die Hottentotten waren ein Stamm Eingeborener in der
ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch Südwest, heute Namibia
- Hubbel: kleiner Hügel, Quelle: Birgit Zeitler
- huddele: oberflächlich arbeiten, Quelle: Birgit Zeitler
- Hundsfotze: so gut wie gar nichts, das geht dich nichts an.
Dieser Begriff wurde mir im Jahr 2000 von einem Frankfurter
zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner Kindheit nicht kennen. Beispiel:
"Frage: Was hast d`n da in deine Finger? Antwort: Hundsfotze". Quelle:
Astrid Schulze, Wachenbuchen
- Huschde: Hochstadt.
- Huuschder Käsdippe: Alter Uzname
für die Hochstädter. Quelle: Christel Dias geb. Lapp,
Hanford, CA, USA
- ich leh mich um: ich gehe ins Bett schlafen, Andreas Dollmann ergänzt
hierzu noch: "ich leh mich um" kenne ich in seiner Bedeutung auch als
"ich leech mich ab" = "Ich gehe ins Bett"
- ich sach auch noch üwwern: ich sage auch noch zu ihm...
- Ideesche: ein kleines bisschen (kannste den Fernseh net ema
e Ideesche lauder mache?), Quelle: Birgit Zeitler
- Ihne ihrn: Ihr, Quelle: Birgit Zeitler
- Im Kriesch: während des Zweiten Weltktrieges
- in de Rei sein: gesund sein (in der Reihe)
- Inngeplackter: Zugezogener. Dieser Begriff wurde mir im
Jahr 2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner
Kindheit nicht kennen. Hat das Wort etwas mit dem niederländischen
"Plek" (=Platz) zu tun?
- Isch bin probbevoll: Ich bin voll und ganz satt
- iwwernobbe: überstehen (er hat die Krankheit gut
iwwernobbt), Quelle: Birgit Zeitler
- Jacht un Zucht: Unfriede, Krach, Gezeter, besonders bei
Kindern, Quelle: Birgit Zeitler
- jaunern: jammern (Euern Daggel hat die ganz Nacht
gejaunert), Quelle: Birgit Zeitler
- jemand uffziehe: jemanden provozieren
- Jobbelsche: Jacke, Quelle: Birgit Zeitler
- Juxplatz: Festplatz, Quelle: Birgit Zeitler
- Käsblatt/Käsblättche:
Regionale Zeitung, z. B. Es "Derngemer Echo" (mittlerweile aufgegangen
im Maintaler Tagesanzeiger") Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford,
CA, USA
- Käsfies: Stinkfüsse. Quelle:
Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
- Kääsmatte: Quark. "Matte" ist ein altes deutsches
Wort und heißt soviel wie Stoff. Es kommt vor im
Hüttenprozess (die Matte) und vermutlich auch in der
Mineralbezeichnung "Wismut" = weiße Matte. Verbindung mit dem
englischen "matter"?
- Kabbes: Unsinn, Quelle: Birgit Zeitler
- Kabuff: Kleine Kammer, zum abstellen
- Karde klobbe: Karten spielen, Quelle: Birgit Zeitler
- Karressade gehe: (Na Schorsch, duhste widder Karressade
gehe), strunze gehe, uff die Juchhee gehe. Quelle: Birgit Zeitler
- Käswatz: blasser Mensch, Quelle: Birgit Zeitler aus
Dörnigheim, Jahrgang 1966
- Keesquante: Schweissfüsse, Quelle: Birgit Zeitler
- Kerb: Rummelplatz
- Kerle Kerle Kerle!: Ungläubiger Ausruf, Quelle: Birgit
Zeitler
- Kerle naa!: Verdammt!, Quelle: Birgit Zeitler
- Kinnerschees: Kinderwagen, Quelle: Birgit Zeitler
- Kinz: Kinzig, Nebenfluß des Mains
- Kittel, brennender: "Ich glaab, dir brennt
de Kittel!" (Ich glaube, du spinnst!). Quelle: Birgit Zeitler
- klaakrieje: so lange an etwas basteln, rumprobieren etc.,
bis es endgültig kaputt ist, Quelle: Birgit Zeitler
- klebbern: Rohes Ei (ohne Schale) mit der Gabel durch
schnelle Schläge aufschäumen oder verrühren. Wurde als
"Geklebbert Ei" gegessen.
- Kleeskopp: Dicker Kopf, Quelle: Birgit Zeitler
- Klicker: Murmeln
- Klotzkopp: Sturer Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
- Klowe: rücksichtsloser, brutaler Kerl, die Steigerung
vom "Olwel", würde ich sagen, Quelle: Birgit Zeitler
- Klumbatsch: Gerümpel, Quelle: Birgit Zeitler
- Knallaach: Blaues Auge (nicht von Natur aus!), Quelle:
Birgit Zeitler
- Kneddel: kleine Kotballen, wahrscheinlich nur vom Hasen
(Hasekneddel). Wenn es jemandem sehr gut geht, dann kann man auch
sagen: "Der lebt wie de Spatz in de Kneddel", was soviel bedeutet wie
"Leben wie Gott in Frankreich".
- Kneibsche: Küchenmesser
- Knilsch: seltsamer Kerl. Quelle: Astrid Schulze,
Wachenbuchen
- Knoddel: Kleines Kind, Quelle: Birgit Zeitler
- Knoddelschuster: Flickschuster, Quelle: Birgit Zeitler
- knoddern: nörgeln, Quelle: Birgit Zeitler
- Knorz: Brotende
- knorze: sich aaner abknorze, sich ungeschickt anstellen,
Quelle: Birgit Zeitler
- Knotterbix: Nörgelnde Person,
vorwiegend weiblich. Quelle Birgit Zeitler, Andreas Dollmann ergänzt
hierzu noch: "Knotterbix" kenne ich auch als Begriff für eine
Unterhose. "Bix = Hose" Vielleicht sogar eher "Knotterbüx"
gesprochen.
- Kolder: Decke
- Kollerawe: Kohlrabi, Quelle: Birgit Zeitler
- Kopp: daß em de Kopp nach hinne steht = jemandem so
einen in Gesicht schlagen, daß "ihm der Kopf nach hinten steht"
- Kopp, zerreisse: sich de Kopp zerreise = intensiv über
etwas nachdenken. Beispiel: Üwwers Wedder du isch me nett de Kopp
zerreisse = Über das Wetter denke ich nicht besonders intensiv nach
- Kordel: Faden
- Korze: entweder kleines Kind oder
Verdauungsschnäpschen, Quelle: Birgit Zeitler
- Kraanewasser: Leitungswasser (Betonung liegt auf dem langen
"aa")
- Krafane: Faxen, Possen, Albernheiten
- kraschbele: rascheln (ich glaab, ich hör was
kraschbele!), Quelle: Birgit Zeitler
- Krebbel: Hefegebäck, mal gefüllt und mal nicht,
meistens zur Fassenacht, Quelle: Birgit Zeitler
- Kreuz: Rücken
- Kristche: aal Kristche, alte Frau, Quelle: Birgit Zeitler, Andreas Dollmann ergänzt
hierzu noch: "Kristche" bzw. "aal Kristche" ist meines Wissens nach
schon richtig als "Alte Frau" übersetzt, spielt aber dabei auf den
starken christlichen Glauben der älteren Generationen an.
- Krullekobb: Lockenkopf, Quelle: Birgit Zeitler
- krumbelisch: zerknautscht, Quelle: Birgit Zeitler
- Krummet: 2. Grasschnitt auf der Wiese. Quelle: Astrid
Schulze, Wachenbuchen
- Kummern: Gurken. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
- Kuttebrunzer: eigentlich "Mönch", auch vulgär
für "Katholik" an sich, Quelle: Birgit Zeitler aus
Dörnigheim, Jahrgang 1966
- Kwetsche: Zwetschgen
- läbbärn: es läbbärt sisch = es kommt
einiges zusammen. Beispiel: Auch wenn net jeder viel gibbt, em End
läbbärt sich doch was zusamme, beim Spende.
- La Brood: Laib Brot
- laafe = laufen z.B.: "Laaf ma schnell zum Kall und hol en
Hammer" = Lauf mal schnell zum Karl und hole einen Hammer", Quelle: Andreas Dollmann
- Ladeuchte: Laterne (Geh mer mal aus de Ladeuchte =
verschwinde!), Quelle: Birgit Zeitler
- lang Gaas: grosses Mädchen, Quelle: Birgit Zeitler
- Latwersch: Pflaumenmus
- Läuszippel / Läusert (frecher, aber auch
gewitzter Bub), Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang
1966
- Legmerje: Pflaumenmus
- Lindenstrasse: Name der heutigen Kennedystrasse in
Dörnigheim, bevor der US-Präsident gleichen Namens Anfang der
Sechziger durchfuhr und die Strasse anschliessend umbenannt wurde, ob
er damals auch gesagt hat "Ich bin en Derngemer" ist nicht
überliefert..., Quelle: Birgit Zeitler
- Linksdatsch: Linkshänder, Quelle: Birgit Zeitler
- liwwern: kaputtmachen, Quelle: Birgit Zeitler
- luhrn: lauern, aufmerksam beobachten (Ähnlichkeit zum
englischen to lurk?)
- ma me uns uff: lass uns gehen (machen wir uns auf)
- Maa: der Fluß Main. Beispiel: isch geh in dem Maa =
ich gehe in den Main = ich begehe Selbstmord
- Maabootscher: grosse Schuhe, Quelle: Birgit Zeitler
- Maafranzose: angeblicher Ausdruck für
Dörnigheimer wie er vielleicht von den Mühlheimern auf der
anderen Mainseite benutzt wurde. Quelle: Andrea Guevara Gonzalez
aus Hanau
- Maahinkel: Alter Uzname für die Dörnigheimer),
Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
- Maamauerbaabambeler: Spitzname, den die Hanauer den
Steinheimern geben. Wörtlich Mainmauer-Beinherunterbaumeler, also
Leute die untätig auf einer Mauer am Main sitzen und dabei nichts
Rechtes tun. Quelle: Volker Schenk aus Hanau
- Macht e ma net so e Zucht: Macht nicht so einen Krach,
besonders zu Kindern
- Mahne: hölzerner Transportbehälter für
gepflücktes Obst
- Mamme: Mama. Quelle: Christel Dias geb.
Lapp, Hanford, CA, USA
- mandeniern: beherrschen. Beispiel "Kerle, der kann den Hund
ja gar net mer rischdisch mandeniern" (=Owei, der ist ja nicht mehr
Herr über den Hund)
- matschelisch: zu weich, Quelle: Birgit Zeitler
- Matte: Quark, siehe auch Kääsmatte. Quelle:
Astrid Schulze, Wachenbuchen
- Mattekuche: Käsekuchen. Quelle: Astrid Schulze,
Wachenbuchen
- Matzelaache: verklebte Augen haben nach dem Aufwachen,
Quelle: Birgit Zeitler, Andreas
Dollmann ergänzt hierzu noch: "Matzelaache" kenne ich auch so.
Demnach ist "Matz" mit "Sand" (der in den Augen) zu
übersetzten...ob man das nochmal zusätlich einbauen
sollte...Ich weiß auch nicht so genau...vielleicht??
- Mehlmuck: (gesproche eher "Mäh") ein heute (2001) noch
gebrauchter Ausdruck für eine besonders lustlose, korpulente
Person. "Die aahl
Mählmuck lait schon widder uffm Sofa anstatts dass se was
vernünftisches schaffe däht!", Quelle: Birgit Zeitler
- Mensch: des Mensch = weibliche Person im negativen Sinn,
Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
- Mickeuzer: Jemand der alles und jeden ärgern muss,
Quelle: Birgit Zeitler
- Millem: Mühlheim
- Mimm Fliescher in de Urlaub: mit dem Flugzeug in den Urlaub
- mir liejts uff: ich denke nicht im Traum daran es zu tun, Andreas Dollmann ergänzt
hierzu noch: "mir liejts uff" hat auch eine andere Bedeutung in einem
anderen Satz z.B.: "Mer liejts uff de zung" = "Mir liegts auf der Zunge"
- mobbele: etwas nicht tun (dem du ich was mobbele - für
ihn tu ich das nicht!), Quelle: Birgit Zeitler
- mobbelisch: dick, Quelle: Birgit Zeitler
- Mobbelsche = Kleiner dicker Mensch, oder auch Begriff
für ein Baby, Quelle: Andreas
Dollmann
- möbsele: unangenehm riechen, Quelle: Birgit Zeitler
- Mond: dann wirst de uff'n Mond geschosse: lapidar
dahergesagte Drohung gegenüber Kindern
- motz Sach: tolle, große Sache, Andreas Dollmann ergänzt
hierzu noch: "motz Sach" kenne ich ein wenig anders, zumindest anders
ausgesprochen: "mords Sach"
- Motzkopp: Nachtragender, beleidigter Mensch, Quelle: Birgit
Zeitler
- Nachtkapp: Einfältiger Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
- nasse Hut uffhawwe: ich glaab, du hast en nasse Hut uff (Du
spinnst wohl!), Quelle: Birgit Zeitler, Andreas Dollmannergänzt
hierzu noch: "Nasse Hut uffhawwe" kenne ich auch ein wenig anders,
nämlich "Nass kapp" "Isch glaab isch hab e nass kapp uff" = "Das
glaub ich ja wohl nicht" oder auch "ich werde verrückt" oder "das
kann doch alles nicht sein" oder auch "Ich spinn wohl" --- "Du hast
wohl e nass kapp uff" = "Du tickst doch nicht ganz richtig"
- Nawwel: (Bauch-)Nabel. Quelle: Christel Dias
geb. Lapp, Hanford, CA, USA
- Nehwer de Kapp: nicht ganz gesund oder etwas verwirrt.
Beispiel: "Isch fah hoid besser kaa Audoh. Isch binn e bisse nehwer de
Kapp" = Ich fahre heute besser kein Auto. Ich fühle mich etwas
unwohl (oder wirr).
- nemmer... : nicht mehr. Dieser Begriff wurde mir im Jahr
2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner
Kindheit nicht kennen.
- neuschiern: neugierig sein, gaffen (Ei Omma, duuste widder
neuschiern!), Quelle: Birgit Zeitler
- Niggeloos: Nikolaus. Mehrzahl: Niggelees.
Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
- Nixnudds: Nichtsnutz, Schimpfwort
- nixnuddsisch: überflüssig. Beispiel: nixnudssisch
Gebabbel = sinnloses, unnützes Gerede
- Nuddel: Schnuller. Quelle: Christel Dias
geb. Lapp, Hanford, CA, USA
- nuffzuus: aufwärts (nuffzuus fahrn mer mitm Uffzuuch),
Quelle: Birgit Zeitler
- Ochseaach: "Ochsenauge" Spiegelei, Quelle: Birgit Zeitler
- ödepetete: fein, affektiert. Beispiel: Ach, was is di
so ödepetete
- Olwel: Grobian, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim,
Jahrgang 1966
- orsch: arg - es geht mehr orsch gut heut!, Quelle: Birgit
Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
- Owacht gewwe: Aufpassen (Betonung liegt auf dem "O")
- Owwerolwel: noch schlimmerer Grobian, Quelle: Birgit
Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
- Parre: Pfarrer, Quelle: Birgit Zeitler
- Pedder: Pate, Quelle: Birgit Zeitler
- Peifedeggel!: denkste! War wohl nix!, Quelle: Birgit Zeitler
- Pissblum: Löwenzahnblüte, Quelle: Birgit Zeitler
- Pitsch: Pfütze, Quelle: Birgit Zeitler
- Placke: Fleck, kleingeschrieben: hinfallen (biste widder
hiegeplackt), Quelle: Birgit Zeitler
- Platthokler: wahrscheinlich ein "nicht aufgegangener
Kuchen" oder generell alles Flache, Quelle: Birgit Zeitler aus
Dörnigheim, Jahrgang 1966
- plotze: eine Zigarette rauchen. Beispiel: "isch geh ma uff
de Balkong (Betnonung auf dem "a"), ah plotze"
- Puddelche: Babyfläschen. Quelle:
Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
- puddeln = Mit Wasser spielen. z.B. Wenn ein Kind im
Vollgelaufenen Waschbecken rumspielt. "Puddel net so mit dem Wasser
erum, des wird doch alles nass", Quelle: Andreas Dollmann
- puddelnaggisch: vollkommen nackt, Quelle: Birgit Zeitler
- Puhlkaut/Puddelkaut: Jauchegrube, Quelle: Birgit Zeitler
- Quetschemännche: Typische Frankfurter Figur, die auf
dem Weihnachtsmarkt verkauft wird, Quelle: Birgit Zeitler
- quittegääl: quittengelb, Quelle: Birgit Zeitler
- Rabbel: e Rabbelsche mache = pinkeln, Quelle: Birgit Zeitler
- rabbele: pinkeln, urinieren
- Raffel: Schlechtes Gebiss, Quelle: Birgit Zeitler.
Beispiel: "lass der ma da Raffel richte" = gehe vielleicht einmal
besser zum Kieferortophäden
- Ranke: dicke Scheibe Brot, Quelle: Birgit Zeitler
- Ranze: Bauch "Der hat ja en mords Ranze
aahänge!" (Er trägt einen recht dicken Bauch mit sich
herum!). Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
- Ranzeblitze: Bauchgrimmen (vielleicht nach zu häufigem
Ebbelwoigenuss?), Quelle: Birgit Zeitler
- rappeldärr: sehr dünn, Quelle: Birgit Zeitler
- Rawaasch: Chaos, Quelle: Birgit Zeitler
- Reissdeiwel: Bezeichnung für hyperaktives Kind, das
"alles klaakrieht", also alles kaputtmachen muss, Quelle: Birgit Zeitler
- Remms: Kaputt gehen (des gaagelisch Ding werd bald die
Remms krieje), Quelle: Birgit Zeitler, Andreas Dollmann ergänzt
hierzu noch: "Remms" kenne ich auch anders verwendet. z.B.: "Mer gehds
net so guut, isch glaab isch kriech die remms" = "Mir geht's nicht so
gut, ich glaube ich werde krank."
- Riwwelkuche: Streuselkuchen
- robbe: zerrupfen. Beispiel: der hadd den Brief zerrobbt
- Rotzküwwel: frecher Bengel
- Rotznas: frecher Bengel oder Göre
- rückzus: Heimweg. Beispiel: awwer dadefür hadde
me rückzus Rüggewind (aber dafür hatten wir auf dem
Rückweg Rückenwind)....
- rumdabbe: herumlaufen. Quelle: Christel Dias
geb. Lapp, Hanford, CA, USA
- rumgondele: durch die Gegend fahren, Quelle: Birgit Zeitler
- rumjuggele: hin- und herschaukeln, Quelle: Birgit Zeitler
- Rummelplatz: Kerb
- rumstenkern: provozieren
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