Dörnigheimer Dialekt: H-R

A-G // S- Z

Die alte Wilhelm Busch Schule, April 2001. Mehr Bilder...?

  1. Haamduchser: heimtückischer Geselle, Quelle: Birgit Zeitler
  2. Haggelscher: Zähne, Quelle: Birgit Zeitler
  3. Hahne: Hanau
  4. halber aans: halb eins, Quelle: Birgit Zeitler
  5. Halles: Aufruhr, Quelle: Birgit Zeitler
  6. Halligalli: große freudige Aufregung wie auf einem Volksfest
  7. Hannebambel: einfältiger Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
  8. Hannjeh: Person die man ausnutzen kann (Ich bin doch net euern Hannjeh!), Quelle: Birgit Zeitler
  9. Hardekuche: Frankfurter Gebäck, schmeckt ein bisschen weihnachtlich, gibts aber das ganze Jahr über beim "Bretzelbub", Quelle: Birgit Zeitler
  10. Hasebrot: Wieder mit heimgebrachte Brotreste, Quelle: Birgit Zeitler
  11. heckele: (Garten)beet mit Hacke auflockern, Quelle: Birgit Zeitler
  12. Hegge: "in de Hegge" oder "hinner de Hegge wohne", auf dem Land leben, vorzugsweise im Hintertaunus, Quelle: Birgit Zeitler
  13. Herzbennel: "sich de Herzbennel abrenne", sich sehr beeilen, Quelle: Birgit Zeitler
  14. Heulsus: weinerliches Kind, weinerliches Mädchen
  15. Hibbdebach: Begriff aus Frankfurt und meint die Frankfurter Seite des Mains (Kannte ich als Kind nicht)
  16. Hiedrabreet: Tablett (Hintragebrett). Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  17. higgele: auf einem Bein hüpfen, Quelle: Birgit Zeitler
  18. Hinkel: Hühner
  19. hinnehie: hintenhin, Quelle: Birgit Zeitler
  20. hinnenaach: hinterher (geh ma liewer aus dere grell Sonn ennaus, hinnenaach, biste widder am rumlammediern!), Quelle: Birgit Zeitler
  21. hinnenaus: nach hinten, z. B. hinten im Garten, Quelle: Birgit Zeitler
  22. hinnerumhewe: Du kannst mich ema hinnerumhewe/Du kannst mer ma schee die Ruh, Quelle: Birgit Zeitler
    lasse = Nein, das werde ich nicht für dich tun!
  23. hinzus: Hinweg. Beispiel: Hinzus gings die gans Zeit berchuff awwer (Auf dem Hinweg ging es die ganze Zeit bergauf)
  24. hochbaanisch: "hochbeinig", gross, Quelle: Birgit Zeitler
  25. Hochsaascher: Snob, Angeber, Prahlhans, Quelle: Birgit Zeitler
  26. hocke bleiwe: in der Schule sitzen bleiben, aufgrund mangelnder Leistungen ein Schuljahr wiederholen.
  27. Horsch emah: höre einmal hin
  28. Hottentotten: wie bei de Hottetotten = große Unordnung. Die Hottentotten waren ein Stamm Eingeborener in der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch Südwest, heute Namibia
  29. Hubbel: kleiner Hügel, Quelle: Birgit Zeitler
  30. huddele: oberflächlich arbeiten, Quelle: Birgit Zeitler
  31. Hundsfotze: so gut wie gar nichts, das geht dich nichts an. Dieser Begriff wurde mir im Jahr 2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner Kindheit nicht kennen. Beispiel: "Frage: Was hast d`n da in deine Finger? Antwort: Hundsfotze". Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  32. Huschde: Hochstadt.
  33. Huuschder Käsdippe: Alter Uzname für die Hochstädter. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  34. ich leh mich um: ich gehe ins Bett schlafen, Andreas Dollmann ergänzt hierzu noch: "ich leh mich um" kenne ich in seiner Bedeutung auch als "ich leech mich ab" = "Ich gehe ins Bett"
  35. ich sach auch noch üwwern: ich sage auch noch zu ihm...
  36. Ideesche: ein kleines bisschen (kannste den Fernseh net ema e Ideesche lauder mache?), Quelle: Birgit Zeitler
  37. Ihne ihrn: Ihr, Quelle: Birgit Zeitler
  38. Im Kriesch: während des Zweiten Weltktrieges
  39. in de Rei sein: gesund sein (in der Reihe)
  40. Inngeplackter: Zugezogener. Dieser Begriff wurde mir im Jahr 2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner Kindheit nicht kennen. Hat das Wort etwas mit dem niederländischen "Plek" (=Platz) zu tun?
  41. Isch bin probbevoll: Ich bin voll und ganz satt
  42. iwwernobbe: überstehen (er hat die Krankheit gut iwwernobbt), Quelle: Birgit Zeitler
  43. Jacht un Zucht: Unfriede, Krach, Gezeter, besonders bei Kindern, Quelle: Birgit Zeitler
  44. jaunern: jammern (Euern Daggel hat die ganz Nacht gejaunert), Quelle: Birgit Zeitler
  45. jemand uffziehe: jemanden provozieren
  46. Jobbelsche: Jacke, Quelle: Birgit Zeitler
  47. Juxplatz: Festplatz, Quelle: Birgit Zeitler
  48. Käsblatt/Käsblättche: Regionale Zeitung, z. B. Es "Derngemer Echo" (mittlerweile aufgegangen im Maintaler Tagesanzeiger") Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  49. Käsfies: Stinkfüsse. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  50. Kääsmatte: Quark. "Matte" ist ein altes deutsches Wort und heißt soviel wie Stoff. Es kommt vor im Hüttenprozess (die Matte) und vermutlich auch in der Mineralbezeichnung "Wismut" = weiße Matte. Verbindung mit dem englischen "matter"?
  51. Kabbes: Unsinn, Quelle: Birgit Zeitler
  52. Kaboizi: Kleines Zimmer, kleine Hütte
  53. Kabuff: Kleine Kammer, zum abstellen
  54. Karde klobbe: Karten spielen, Quelle: Birgit Zeitler
  55. Karressade gehe: (Na Schorsch, duhste widder Karressade gehe), strunze gehe, uff die Juchhee gehe. Quelle: Birgit Zeitler
  56. Käswatz: blasser Mensch, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  57. Keesquante: Schweissfüsse, Quelle: Birgit Zeitler
  58. Kerb: Rummelplatz
  59. Kerle Kerle Kerle!: Ungläubiger Ausruf, Quelle: Birgit Zeitler
  60. Kerle naa!: Verdammt!, Quelle: Birgit Zeitler
  61. Kinnerschees: Kinderwagen, Quelle: Birgit Zeitler
  62. Kinz: Kinzig, Nebenfluß des Mains
  63. Kittel, brennender: "Ich glaab, dir brennt de Kittel!" (Ich glaube, du spinnst!). Quelle: Birgit Zeitler
  64. klaakrieje: so lange an etwas basteln, rumprobieren etc., bis es endgültig kaputt ist, Quelle: Birgit Zeitler
  65. klebbern: Rohes Ei (ohne Schale) mit der Gabel durch schnelle Schläge aufschäumen oder verrühren. Wurde als "Geklebbert Ei" gegessen.
  66. Kleeskopp: Dicker Kopf, Quelle: Birgit Zeitler
  67. Klicker: Murmeln
  68. Klotzkopp: Sturer Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
  69. Klowe: rücksichtsloser, brutaler Kerl, die Steigerung vom "Olwel", würde ich sagen, Quelle: Birgit Zeitler
  70. Klumbatsch: Gerümpel, Quelle: Birgit Zeitler
  71. Knallaach: Blaues Auge (nicht von Natur aus!), Quelle: Birgit Zeitler
  72. Kneddel: kleine Kotballen, wahrscheinlich nur vom Hasen (Hasekneddel). Wenn es jemandem sehr gut geht, dann kann man auch sagen: "Der lebt wie de Spatz in de Kneddel", was soviel bedeutet wie "Leben wie Gott in Frankreich".
  73. Kneibsche: Küchenmesser
  74. Knilsch: seltsamer Kerl. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  75. Knoddel: Kleines Kind, Quelle: Birgit Zeitler
  76. Knoddelschuster: Flickschuster, Quelle: Birgit Zeitler
  77. knoddern: nörgeln, Quelle: Birgit Zeitler
  78. Knorz: Brotende
  79. knorze: sich aaner abknorze, sich ungeschickt anstellen, Quelle: Birgit Zeitler
  80. Knotterbix: Nörgelnde Person, vorwiegend weiblich. Quelle Birgit Zeitler, Andreas Dollmann ergänzt hierzu noch: "Knotterbix" kenne ich auch als Begriff für eine Unterhose. "Bix = Hose" Vielleicht sogar eher "Knotterbüx" gesprochen.
  81. Kolder: Decke
  82. Kollerawe: Kohlrabi, Quelle: Birgit Zeitler
  83. Kopp: daß em de Kopp nach hinne steht = jemandem so einen in Gesicht schlagen, daß "ihm der Kopf nach hinten steht"
  84. Kopp, zerreisse: sich de Kopp zerreise = intensiv über etwas nachdenken. Beispiel: Üwwers Wedder du isch me nett de Kopp zerreisse = Über das Wetter denke ich nicht besonders intensiv nach
  85. Kordel: Faden
  86. Korze: entweder kleines Kind oder Verdauungsschnäpschen, Quelle: Birgit Zeitler
  87. Kraanewasser: Leitungswasser (Betonung liegt auf dem langen "aa")
  88. Krafane: Faxen, Possen, Albernheiten
  89. kraschbele: rascheln (ich glaab, ich hör was kraschbele!), Quelle: Birgit Zeitler
  90. Krebbel: Hefegebäck, mal gefüllt und mal nicht, meistens zur Fassenacht, Quelle: Birgit Zeitler
  91. Kreuz: Rücken
  92. Kristche: aal Kristche, alte Frau, Quelle: Birgit Zeitler, Andreas Dollmann ergänzt hierzu noch: "Kristche" bzw. "aal Kristche" ist meines Wissens nach schon richtig als "Alte Frau" übersetzt, spielt aber dabei auf den starken christlichen Glauben der älteren Generationen an.
  93. Krullekobb: Lockenkopf, Quelle: Birgit Zeitler
  94. krumbelisch: zerknautscht, Quelle: Birgit Zeitler
  95. Krummet: 2. Grasschnitt auf der Wiese. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  96. Kummern: Gurken. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  97. Kuttebrunzer: eigentlich "Mönch", auch vulgär für "Katholik" an sich, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  98. Kwetsche: Zwetschgen
  99. läbbärn: es läbbärt sisch = es kommt einiges zusammen. Beispiel: Auch wenn net jeder viel gibbt, em End läbbärt sich doch was zusamme, beim Spende.
  100. La Brood: Laib Brot
  101. laafe = laufen z.B.: "Laaf ma schnell zum Kall und hol en Hammer" = Lauf mal schnell zum Karl und hole einen Hammer", Quelle: Andreas Dollmann
  102. Ladeuchte: Laterne (Geh mer mal aus de Ladeuchte = verschwinde!), Quelle: Birgit Zeitler
  103. lang Gaas: grosses Mädchen, Quelle: Birgit Zeitler
  104. Latwersch: Pflaumenmus
  105. Läuszippel / Läusert (frecher, aber auch gewitzter Bub), Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  106. Legmerje: Pflaumenmus
  107. Lindenstrasse: Name der heutigen Kennedystrasse in Dörnigheim, bevor der US-Präsident gleichen Namens Anfang der Sechziger durchfuhr und die Strasse anschliessend umbenannt wurde, ob er damals auch gesagt hat "Ich bin en Derngemer" ist nicht überliefert..., Quelle: Birgit Zeitler
  108. Linksdatsch: Linkshänder, Quelle: Birgit Zeitler
  109. liwwern: kaputtmachen, Quelle: Birgit Zeitler
  110. luhrn: lauern, aufmerksam beobachten (Ähnlichkeit zum englischen to lurk?)
  111. ma me uns uff: lass uns gehen (machen wir uns auf)
  112. Maa: der Fluß Main. Beispiel: isch geh in dem Maa = ich gehe in den Main = ich begehe Selbstmord
  113. Maabootscher: grosse Schuhe, Quelle: Birgit Zeitler
  114. Maafranzose: angeblicher Ausdruck für Dörnigheimer wie er vielleicht von den Mühlheimern auf der anderen Mainseite benutzt wurde. Quelle: Andrea Guevara Gonzalez aus Hanau
  115. Maahinkel: Alter Uzname für die Dörnigheimer), Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  116. Maamauerbaabambeler: Spitzname, den die Hanauer den Steinheimern geben. Wörtlich Mainmauer-Beinherunterbaumeler, also Leute die untätig auf einer Mauer am Main sitzen und dabei nichts Rechtes tun. Quelle: Volker Schenk aus Hanau
  117. Macht e ma net so e Zucht: Macht nicht so einen Krach, besonders zu Kindern
  118. Mahne: hölzerner Transportbehälter für gepflücktes Obst
  119. Mamme: Mama. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  120. mandeniern: beherrschen. Beispiel "Kerle, der kann den Hund ja gar net mer rischdisch mandeniern" (=Owei, der ist ja nicht mehr Herr über den Hund)
  121. matschelisch: zu weich, Quelle: Birgit Zeitler
  122. Matte: Quark, siehe auch Kääsmatte. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  123. Mattekuche: Käsekuchen. Quelle: Astrid Schulze, Wachenbuchen
  124. Matzelaache: verklebte Augen haben nach dem Aufwachen, Quelle: Birgit Zeitler, Andreas Dollmann ergänzt hierzu noch: "Matzelaache" kenne ich auch so. Demnach ist "Matz" mit "Sand" (der in den Augen) zu übersetzten...ob man das nochmal zusätlich einbauen sollte...Ich weiß auch nicht so genau...vielleicht??
  125. Mehlmuck: (gesproche eher "Mäh") ein heute (2001) noch gebrauchter Ausdruck für eine besonders lustlose, korpulente Person. "Die aahl
    Mählmuck lait schon widder uffm Sofa anstatts dass se was vernünftisches schaffe däht!", Quelle: Birgit Zeitler
  126. Mensch: des Mensch = weibliche Person im negativen Sinn, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  127. Mickeuzer: Jemand der alles und jeden ärgern muss, Quelle: Birgit Zeitler
  128. Millem: Mühlheim
  129. Mimm Fliescher in de Urlaub: mit dem Flugzeug in den Urlaub
  130. mir liejts uff: ich denke nicht im Traum daran es zu tun, Andreas Dollmann ergänzt hierzu noch: "mir liejts uff" hat auch eine andere Bedeutung in einem anderen Satz z.B.: "Mer liejts uff de zung" = "Mir liegts auf der Zunge"
  131. mobbele: etwas nicht tun (dem du ich was mobbele - für ihn tu ich das nicht!), Quelle: Birgit Zeitler
  132. mobbelisch: dick, Quelle: Birgit Zeitler
  133. Mobbelsche = Kleiner dicker Mensch, oder auch Begriff für ein Baby, Quelle: Andreas Dollmann
  134. möbsele: unangenehm riechen, Quelle: Birgit Zeitler
  135. Mond: dann wirst de uff'n Mond geschosse: lapidar dahergesagte Drohung gegenüber Kindern
  136. motz Sach: tolle, große Sache, Andreas Dollmann ergänzt hierzu noch: "motz Sach" kenne ich ein wenig anders, zumindest anders ausgesprochen: "mords Sach"
  137. Motzkopp: Nachtragender, beleidigter Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
  138. Nachtkapp: Einfältiger Mensch, Quelle: Birgit Zeitler
  139. nasse Hut uffhawwe: ich glaab, du hast en nasse Hut uff (Du spinnst wohl!), Quelle: Birgit Zeitler, Andreas Dollmannergänzt hierzu noch: "Nasse Hut uffhawwe" kenne ich auch ein wenig anders, nämlich "Nass kapp" "Isch glaab isch hab e nass kapp uff" = "Das glaub ich ja wohl nicht" oder auch "ich werde verrückt" oder "das kann doch alles nicht sein" oder auch "Ich spinn wohl" --- "Du hast wohl e nass kapp uff" = "Du tickst doch nicht ganz richtig"
  140. Nawwel: (Bauch-)Nabel. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  141. Nehwer de Kapp: nicht ganz gesund oder etwas verwirrt. Beispiel: "Isch fah hoid besser kaa Fahhrahd. Isch binn e bisse nehwer de Kapp" = Ich fahre heute besser kein Fahrrad. Ich fühle mich etwas unwohl (oder wirr).
  142. nemmer... : nicht mehr. Dieser Begriff wurde mir im Jahr 2000 von einem Frankfurter zugeschickt. Ich lernte ihn in meiner Kindheit nicht kennen.
  143. neuschiern: neugierig sein, gaffen (Ei Omma, duuste widder neuschiern!), Quelle: Birgit Zeitler
  144. Niggeloos: Nikolaus. Mehrzahl: Niggelees. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  145. Nixnudds: Nichtsnutz, Schimpfwort
  146. nixnuddsisch: überflüssig. Beispiel: nixnudssisch Gebabbel = sinnloses, unnützes Gerede
  147. noch unn nöcher: vielzahlig. Beispiel: Schöne Stränd gibts da unne noch unn nöcher, awwer ordenntliche Hotels hawwe se da kaa. (Beschreibung einer Urlaubsinsel)
  148. Nuddel: Schnuller. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  149. nuffzuus: aufwärts (nuffzuus fahrn mer mitm Uffzuuch), Quelle: Birgit Zeitler
  150. Ochseaach: "Ochsenauge" Spiegelei, Quelle: Birgit Zeitler
  151. ödepetete: fein, affektiert. Beispiel: Ach, was is di so ödepetete
  152. Olwel: Grobian, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  153. orsch: arg - es geht mehr orsch gut heut!, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  154. Owacht gewwe: Aufpassen (Betonung liegt auf dem "O")
  155. Owwerolwel: noch schlimmerer Grobian, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  156. Parre: Pfarrer, Quelle: Birgit Zeitler
  157. Pedder: Pate, Quelle: Birgit Zeitler
  158. Peifedeggel!: denkste! War wohl nix!, Quelle: Birgit Zeitler
  159. Pissblum: Löwenzahnblüte, Quelle: Birgit Zeitler
  160. Pitsch: Pfütze, Quelle: Birgit Zeitler
  161. Placke: Fleck, kleingeschrieben: hinfallen (biste widder hiegeplackt), Quelle: Birgit Zeitler
  162. Platthokler: wahrscheinlich ein "nicht aufgegangener Kuchen" oder generell alles Flache, Quelle: Birgit Zeitler aus Dörnigheim, Jahrgang 1966
  163. plotze: eine Zigarette rauchen. Beispiel: "isch geh ma uff de Balkong (Betnonung auf dem "a"), ah plotze"
  164. Puddelche: Babyfläschen. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  165. puddeln = Mit Wasser spielen. z.B. Wenn ein Kind im Vollgelaufenen Waschbecken rumspielt. "Puddel net so mit dem Wasser erum, des wird doch alles nass", Quelle: Andreas Dollmann
  166. puddelnaggisch: vollkommen nackt, Quelle: Birgit Zeitler
  167. Puhlkaut/Puddelkaut: Jauchegrube, Quelle: Birgit Zeitler
  168. Quetschemännche: Typische Frankfurter Figur, die auf dem Weihnachtsmarkt verkauft wird, Quelle: Birgit Zeitler
  169. quittegääl: quittengelb, Quelle: Birgit Zeitler
  170. Rabbel: e Rabbelsche mache = pinkeln, Quelle: Birgit Zeitler
  171. rabbele: pinkeln, urinieren
  172. Raffel: Schlechtes Gebiss, Quelle: Birgit Zeitler. Beispiel: "lass der ma da Raffel richte" = gehe vielleicht einmal besser zum Kieferortophäden
  173. Ranke: dicke Scheibe Brot, Quelle: Birgit Zeitler
  174. Ranze: Bauch "Der hat ja en mords Ranze aahänge!" (Er trägt einen recht dicken Bauch mit sich herum!). Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  175. Ranzeblitze: Bauchgrimmen (vielleicht nach zu häufigem Ebbelwoigenuss?), Quelle: Birgit Zeitler
  176. rappeldärr: sehr dünn, Quelle: Birgit Zeitler
  177. Rawaasch: Chaos, Quelle: Birgit Zeitler
  178. Reissdeiwel: Bezeichnung für hyperaktives Kind, das "alles klaakrieht", also alles kaputtmachen muss, Quelle: Birgit Zeitler
  179. Remms: Kaputt gehen (des gaagelisch Ding werd bald die Remms krieje), Quelle: Birgit Zeitler, Andreas Dollmann ergänzt hierzu noch: "Remms" kenne ich auch anders verwendet. z.B.: "Mer gehds net so guut, isch glaab isch kriech die remms" = "Mir geht's nicht so gut, ich glaube ich werde krank."
  180. Riwwelkuche: Streuselkuchen
  181. robbe: zerrupfen. Beispiel: der hadd den Brief zerrobbt
  182. Rotzküwwel: frecher Bengel
  183. Rotznas: frecher Bengel oder Göre
  184. rückzus: Heimweg. Beispiel: awwer dadefür hadde me rückzus Rüggewind (aber dafür hatten wir auf dem Rückweg Rückenwind)....
  185. rumdabbe: herumlaufen. Quelle: Christel Dias geb. Lapp, Hanford, CA, USA
  186. rumgondele: durch die Gegend fahren, Quelle: Birgit Zeitler
  187. rumjuggele: hin- und herschaukeln, Quelle: Birgit Zeitler
  188. Rummelplatz: Kerb
  189. rumstenkern: provozieren

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